Herstellung von künstlerisch verwendbarem „Kürbispapier“ aus „Kürbisabfall“


Ein Projekt von Mirjam Winkler-Rossmann (Email: mirjam.winkler@ifiat.org)
A-8442 Kitzeck
Viererschlössl























Die Manufaktur wird derzeit umstrukturiert, vorläufig kann kein Kürbispapier geliefert werden.

Im August 2004 war aus der Idee, mit den Resten des Steirischen Ölkürbis ein Papier herzustellen, ein eigenständiges Projekt geworden: Im Sinne einer effektiven Nachhaltigkeit wurde eine - die regionalen Ressourcen nützende - Manufaktur der Papierverarbeitung im Naturpark Südsteirisches Weinland aufgebaut. Damit wird das steirische Leitprodukt "Ölkürbis" um einige interessante Facetten reicher, die Wertschöpfung in der Region erhöht und neben neuen Arbeitsplätzen ein Mehrwert für Kunden und Lieferanten geschaffen.

Die Innovation: Zum einen gab es jede Menge leere Kürbishälften auf den Äckern, ein unästhetischer Anblick. Zum anderen lag es für Mirjam Winkler auf der Hand, dass man daraus etwas machen sollte, am besten gleich etwas Ästhetisches. Da es sich um sehr faseriges Material handelt, entstand die Idee, aus Kürbisresten Papier und Papierprodukte herzustellen. Erste Versuche im tradierten Schöpfverfahren zeigten ein stabiles, beständiges Papiergefüge bis hin zur Kartonstärke sowie eine breite Palette an Struktur- und Designmöglichkeiten.

So wurde das Projekt „Kürbispapier“ ins Leben gerufen. In kleinem Umfang wurde in einem improvisierten Labor Papier aufwendig hergestellt - und fand Abnehmer. Im Sinne effektiver Nachhaltigkeit ist das Ziel, eine die regionalen Ressourcen nützende Manufaktur mit mehreren Standorten der Papierverarbeitung in der Region aufzubauen. Damit wird das steirische Produkt „Ölkürbis“ um einige interessante Facetten reicher, erhöht die Wertschöpfung in der Region und schafft neben neuen Arbeitsplätzen einen Mehrwert für Kunden und Lieferanten. Aus einem unbeachteten Rohstoff und tradiertem Handwerk wird ein Leitprodukt unseres Landes vollständig verwertet - und zu einem spannenden, erlebbaren Beitrag der Marke „Naturpark Südsteirisches Weinland - Mythenreich“.

Öffentliche Resonanz

Ab 2006 war aus dem eigenen Labor vielfältig brauchbares Kürbispapier verfügbar. Deshalb wurden 2006 eine Reihe von Präsentationen inszeniert. 

Bei "Award 2006" war das Projekt "Kürbispapier" ein Finalist des Steirischen Innovationspreises. Es gab einen Filmbeitrag in der ORF-Fernsehsendung "Steiermark Heute". Bei "KürWiesTage 2006" vom 29.9. - 1.10.2006 in Wies gab es ein Schauschöpfen von Kürbispapier. Zur Grazer Messe vom 30.9. - 8.10.2006 im Rahmen der "Sonderausstellung Steirisches Kürbiskernöl" in der Stadthalle präsentierte sich "Kürbispapier" als kreative Erweiterung der Wertschöpfungskette steirischer Ölkürbis mit seinen Produkten.

Die Besucher konnten hautnah erleben, wie Kürbispapier entsteht und sie konnten selbst Papier schöpfen. Ähnlich bei "Alles Kürbis" am 7. und 8.10.2006 in Preding, Seminarhaus Sagmeister und bei weiteren Präsentationen.

Für die Zukunft ist beides angedacht:

- Eine effektive Produktion von wertvollem Kürbispapier für verschiedenartige
  Nutzungen, durch einen gut ausgestatteten Papierhersteller

- Eine kleine Demonstration-Anlage vor Ort möglichst in Kitzeck, damit Besucher
  die handwerkliche Selbsterfahrung des Papierschöpfens machen können.